those scars
"Ich hab mich gefreut als du gesagt hast das du mitkommst." Den ganzen Spaziergang lang macht Leon schon solche Andeutungen und jedes Mal wieder weiche ich mehr oder weniger (eher weniger) gekonnt aus. Bestimmt habe ich schon mindestens zwanzig mal Dinge wie 'deine Tante ist sehr nett' oder 'das Meer ist wirklich schön' gesagt, was dazu führt das ich eine etwas zu lange Pause mache, bevor ich mir ein gutes Ausweichmanöver ausgedacht habe. "Hey, Mel? Alles in Ordnung?" Er nimmt meine Hand. "Lass das." Wieso lässt er mich schon wieder nicht los? "Du hast versprochen mir nicht zu nah zu kommen, also, lass mich los." "Ich habe garnichts versprochen." "Du tust mir weh." Er drückt an meinem Handgelenk. "Lass. Mich. Los. Du tust mir weh!" Genervt reiße ich an seinen Fingern und er lässt los. Während er seine Finger löst rutscht der Ärmel meines Hoodies hoch und entblößt die Narben am Handgelenk. Blitzschnell verstecke ich meinen Arm hinterm Rücken, doch leider zu langsam. "Was ist das denn?" "Garnichts." Scheiße, er hat sie gesehen. Scheiße. Mist. Totaler Müll. Kacke, Kacke, Kacke, man. "Oh, Mel." "Was ist?" zische ich. Erstaunter und zu gleichen Teilen besorgter Blick seinerseits. "Du hast das doch nicht wegen mir gemacht?" "Und wenn schon..." Da läuft auch schon die erste Träne über meine Wange. Mist. "Schau mich an." sagt er mit fester Stimme. Ich schließe die Augen, neige meinen Kopf hoch und öffne sie wieder. Leon schaut mir direkt in die Augen, dann deutet er runter und ich schaue auf seinen Arm während er seinen Jackenärmel hochzieht. Narben über Narben. Schnitte über Schnitte.
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dankesehr <3
AntwortenLöschenich habe die nikon d3100.
xoxx, sabrina.